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Kategorie: Schwimmen

Tipps zum richtigen Brustschwimmen

14.02.2013 -

Nahezu schwerelos durch das Wasser gleiten mit der richtigen Technik: Achten Sie auf Ihren Schwimmstil, um effektiver und gelenkschonender Ihre Bahnen zu ziehen.

Die meisten „Laien“ schwimmen falsch. Wenn es Ihnen so am meisten Spaß macht und Sie keine Schmerzen verspüren, dann wäre es vermessen zu sagen: Ändern Sie Ihren Stil, machen Sie es von nun an nach Lehrbuch. Doch wenn Sie schon immer mal wissen wollten, ob das, was Sie tun, effektiv und schonend ist, ob es langfristig Probleme bringen kann oder einfach nur schwerfällig ist, dann lesen Sie einfach weiter. Schwimmarten für Anfänger
Wenn man die verschiedenen Schwimmarten unter die Lupe nimmt, zeigt sich, dass sowohl das Brust- als auch das Kraul- und Rückenschwimmen für den Einstieg Vor- und Nachteile hat. Aktuell wird in den Schwimmvereinen diskutiert, mit der Rückenschwimmtechnik zu beginnen, weil der Schwimmer ungehindert Luft bekommt – allerdings auf Kosten der Orientierung im Becken. Auch Kraulen ist generell leichter zu erlernen als Brustschwimmen – zumindest in Bezug auf die Bewegungskoordination, da die alternierende Technik angeboren ist und schnell beherrscht wird. Jedoch fällt vielen der Atemrhythmus schwer. Welche falschen Bewegungsmuster sind beim Brustschwimmen typisch? Was bremst, sind breite Arme, ist eine breite Schwunggrätsche, wenn Sie die Knie zu sehr anziehen statt anzufersen und wenn der Kopf über Wasser stehen bleibt. Um den Vortrieb optimal zu nutzen, ist es wichtig, den Wasserwiderstand vorteilhaft auszunutzen und günstige Hebelverhältnisse einzusetzen.“

Die Phasen des Schwimmzugs
Gleitphase:
Sie nehmen die Arme nach vorne, der Kopf liegt in Verlängerung der Halswirbelsäule, Sie blicken in Richtung Beckenboden. Sie machen sich möglichst lang und nutzen den Vortrieb so lange wie möglich aus. Während der Gleithaltung atmen Sie kontinuierlich aus.

Zugphase: Sie stellen die Hände an und beginnen das „Wasser zu fassen“. Mit hohem Ellbogen drücken Sie sich über die Unterarme nach vorne. Dieser Abdruck nennt sich „relativer Stütz“. Bitte unbedingt darauf achten, nur bis zur Schulterachse zu ziehen, nicht darüber hinaus.

Druckphase:
Die Druckphase führen Sie mit der Unterarminnenseite aus. Sie drücken die Ellbogen samt Oberarme zur Brust. Der Oberkörper wird aus dem Wasser gehoben und Sie können einatmen.

Wichtig ist die ökonomische Atmung mit regelmäßigem Atemrhythmus. Sie atmen immer in der Druckphase ein und in der Gleitphase aus. Atmen Sie schnell und kräftig ein und kontinuierlich unter Wasser aus. Versuchen Sie das umzusetzen, prüfen Sie Ihren Armzug und versuchen Sie Defizite auszugleichen. Denken Sie beim Neuerlernen immer nur an eine Sache, bemühen Sie sich nie, alles gleichzeitig richtig zu machen. Konzentrieren Sie sich zum Beispiel jede Bahn auf etwas anderes oder nutzen Sie Hilfsmittel wie den Pullbuoy, der die Beine oben hält und ein Konzentrieren auf den Schwimmzug ermöglicht, oder das Schwimmbrett, das ein Konzentrieren auf den Beinschlag ermöglicht. Schlussendlich setzt Ihr Gehirn die Einzelteile zu einem Ganzen zusammen.
Die Phasen des Beinschlages:
Anfersen: „Hacken zum Gesäß“ ! Bis dato denken viele, sie müssen die Beine anziehen. So ziehen sie aber die Knie in Richtung Oberkörper, was den Vortrieb bremst. Ziehen Sie stattdessen die Fersen zum Po und versuchen Sie möglichst flach auf dem Wasser zu liegen. Die Knie nur hüft- oder schulterbreit öffnen! Die Oberschenkel sollten in Verlängerung des Oberkörpers bleiben!
Füße anstellen: Ziehen Sie Ihre Zehen Richtung Schienbein und drehen Sie die Fußsohlen nach außen. Dabei drehen Sie Ihre Knie etwas ein und die Unterschenkel etwas aus (vorausgesetzt Sie sind im Kniegelenk entsprechend gelenkig).
Schwingen: Drücken Sie sich mit Ihrer Fußsohle vom Wasser ab. Schwingen Sie so Ihre Beine nach hinten, leicht außen. Am Schluss der Bewegung müssen sich die Füße wieder schließen und strecken. Denken Sie nicht, dass Sie mehr Vortrieb hätten, wenn Sie die Beine weiter auseinander nehmen. Das ist purer Widerstand! Ein Öffnen auf Hüft- oder Schulterbreite reicht völlig.

So koordinieren Sie Arme und Beine
In der Druckphase beim Einatmen sollten Sie anfersen. Die Beine schwingen während der Gleitphase. Beginnen Sie mit dem Armzug, wenn Sie merken, dass der Vortrieb nachlässt und die Gleitgeschwindigkeit sinkt. Brustschwimmen sollte möglichst kontrolliert durchgeführt werden, da es schnell zu Problemen im unteren Rücken oder in den Knien kommen kann. Des Weiteren ist es ratsam, den Kopf nicht stets über Wasser zu halten, da durch diese Haltung Nacken- oder Rückenverspannungen verursacht werden können. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt, ob Brustschwimmen für Sie geeignet ist!   Text: Sonja Tajsich/Peggy Büchse (mehrfache Welt- und Europameisterin im Langstreckenschwimmen  

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